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Der Innovation auf der Spur

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Zeitmanagement

Wenn es darum geht, ihre Zeit zu managen, haben meine Mutter und mein Bekannter klare Vorstellungen.

Mein Bekannter verlässt das Haus nicht ohne seinen Organiser. Der ist selbstverständlich mit seinem Outlook synchronisiert und fragst Du ihn, was er am Sonntag um 11 Uhr oder am Dienstag um 19.30 Uhr vorhat, genügt ein Blick in sein Gerät und er kann minutiös Auskunft geben. So hat er sein Leben organisiert und stets im Blick. Wann wollen wir ins Kino gehen? – Lass mich mal sehen? Am Donnerstag hätte ich noch einen Slot frei. – Abgemacht.

Meine Mutter hat keinen Organiser, aber einen Kalender. Falsch, sie hat vier Kalender, einen in der Küche, einen neben dem Telefon, einen im Auto und einen Taschenkalender – meistens aber in der falschen Jacke. Der Küchenkalender ist ziemlich leer, es steht nur drin, wann meine Schwester sich zum Sonntagsbrunch eingeladen hat. Der Kalender am Telefon ist voll – allerdings mit Adressen und Telefonnummern und nur vereinzelt mit Terminen: Wann kommt Tante Heidi zu Besuch, wann muss sie Konrad (meinen Sohn) oder Oleg (meinen Hund) hüten, wann hat der Zahnarzt Urlaub, wann steht der Mond günstig, um das Deckhaar von Pauline (ihrer Katze) zu schneiden. Der Kalender im Auto ist bis auf vereinzelte Notizen ganz leer, “ich benutze ihn nur, um den Wochentag eines Datums herauszufinden,” erklärte sie mir. Bleibt noch der Taschenkalender, in dem sie geplante Urlaube notiert.

Es ist mir ein vollkommenes Rätsel, wie sie das anstellt, aber ihr Leben geht auch mit vier Kalendern seinen Gang. “Wohl noch nichts von Kalender-Synchronisation gehört”, meinte mein Bekannter dazu. Aber für mich steht fest: Der wahre Künstler von den beiden ist meine Mutter. Und – toi, toi, toi – sie hat noch keinen Babysitter-Termin verpasst!

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