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Der Innovation auf der Spur

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Paid Content – die Argumente der Lager

Im Forum der Augsburger Allgemeinen hat sich in den vergangenen Tagen etwas außergewöhnliches abgespielt. Jürgen Marks, als stellvertretender Chefredakteur verantwortlich für die Online-Angebote des Hauses hat dort die Frage gestellt: Wären Sie bereit, für lokale Online-Nachrichten monatlich einen niedrigen Euro-Betrag zu bezahlen, wenn Sie nicht ohnehin Abonnent unserer Zeitung sind? Und er hat unerschrocken mitdiskutiert – auch wenn es dem einen oder anderen erkennbar wenig um Argumente und um das Thema an sich ging.

Im folgenden die Punkte des (erkennbar kleinen) Lagers derjenigen, die sich für Paid Content aussprechen:

  • Qualität hat seinen Preis.
  • Ich könnte mir vorstellen, dass man für Nachrichten aus aller Welt (Agenturmeldungen und so) immer irgendeinen kostenlosen Anbieter finden kann. Im lokalen Bereich wird es dann vielleicht tatsächlich interessant. Weil bei SpiegelOnline halt nicht arg viel über Augsburg drinsteht. Auch nicht bei sueddeutsche.de.
  • Wir sprechen also von einem niedrigen einstelligen Eurobetrag für exklusive lokale Inhalte – entspricht dem Gegenwert eines Cappuccino. Einmal pro Monat. [...] das würde ich mir schon gönnen.
  • Auf Dauer wird es nicht funktionieren, dass Zeitungs-Leser für exklusive Informationen bezahlen, die Online-Nutzer kostenlos erhalten. Und auch der Aufwand von Anbietern alternativer Infórmationen wird sich irgendwann rechnen müssen. Wer kann es sich leisten, dauerhaft kostenlos zu arbeiten?

Und derjenigen, die es ablehnen für lokale Online-Inhalte zu bezahlen:

  • In Zeiten von Google, Twitter und Co. wird man wohl die wenigsten dazu bringen, kostenpflichtige Nachrichtenseiten zu benützen.
  • Es wird schwer sein, ein Bezahlsystem durchzusetzen.
  • Wenn die Augsburger Allgemeine nicht mehr darüber berichtet, werden es andere tun. Wir User gehen einen Mausklick weiter und die Info gibt es woanders.
  • Vielleicht fangen Sie erst einmal an, die Besonderheiten der Onlinewelt zu ergründen [...]. Wieso können andere Firmen im Internet Geld verdienen?
  • Surfer wie mich, interessiert nicht wirklich, ob in Megesheim, Horgau oder Aichach ein Maibaum aufgestellt wird oder der BGM mit 1,89 Promille in den Straßengraben fährt.
  • [...] der Journalismus, wie wir ihn kennen, ist ja ein Kind der Neuzeit und er ändert sich anscheinend im Moment. Mit dem Internet ist die vierte Gewalt in die Hände von Bürgern gewandert und wird da wohl immer mehr verortet werden.
  • Was in der Musikindustrie passiert ist und jetzt auf dem Buchmarkt passiert: Kaum ist etwas veröffentlicht, wird es gratis im Netz verteilt. Das zeigt: Mit geistigen Inhalten in unserer Gesellschaft Geld zu verdienen wird immer schwerer.
  • Wie kann man sicherstellen, dass die Bezahlinhalte nicht in andere, für die User kostenlose Portale, in leicht abgewandelter Form kopiert werden? Es gibt meines Wissens nach kein Urheberrecht auf Nachrichten. Darin sehe ich die Schwierigkeit.
  • Im Augsburger Raum besteht eine DAZ. [...] Ein Großteil der sparsamen Augsburger würde also nicht bezahlen, sondern ausweichen.
  • In Zeiten des “Geiz ist geil” kann ich persönlich mir nicht vorstellen, dass der Leser für Inhalte bezahlen wird, solange es kein geschütztes Urheberrecht auf recherchierte Nachrichten gibt und wahrscheinlich auch nie geben wird.

Ein paar Kommentatoren schließen Bezahlung nicht grundsätzlich aus, knüpfen sie aber an Bedingungen:

  • Dann müsste der Internetauftritt [...] deutlich an Qualität zulegen.
  • Es kommt auf den Betrag an – er müsste auf alle Fälle unterhalb des Printabos liegen.
  • Online Informationen anzubieten, die dann kostenpflichtig zu erwerben sind, lässt sich nur in der Kombination bestimmter Informationsarten gelingen. Man muss erst eine kostenlose Information anbieten, um den potenziellen Kunden auf die spezielle Seite zu “locken”. Diese Information muss dann einen solchen Inhalt besitzen, der im Leser den unbändigen Wunsch erweckt, weitere Informationen oder Inhalte bekommen zu wollen, für die er auch Geld zu zahlen bereit ist.
  • Möglichkeiten gibt es sicherlich viele, man muss nur kreativ sein. Doch [... hier ] gilt es den journalistischen Spagat zwischen Information, Seriösität und Boulevard zu überwinden.
  • Wäre der bezahlte Content dann werbefrei? Bei vielen Portalen ist der Mehrwert eines Bezahl-Accounts auch Werbefreiheit.
  • Wenn, dann kann ich mir Bezahlcontent eher im Bereich “Nutzen” denn im Bereich “Information” vorstellen. Etwa den Videomitschnitt eines kultigen Konzerts im Spektrum oder andere definitiv nicht auf anderen Portalen oder Medien reproduzierbare Inhalte. Wie die hier auf lokaler Ebene aussehen könnten, da bin ich mir allerdings nicht so ganz sicher.

Was sagen die Profis zum Thema Paid Content?

Nachtrag vom 23. Oktober 2009: Eben lese ich einen heute geposteten Artikel von Stefan Sperling, der darauf verweist, dass es mangels Angebot ziemlich schwer ist in Deutschland Inhalte zu kaufen: Zahlungsbereitschaft im Netz.

Nachtrag vom 26. Oktober 2009: Heute hat sich Andreas Scherer, Sprecher der Geschäftsführung der Augsburger Allgemeinen, zum Thema Paid Content zu Wort gemeldet.

Nachtrag vom 28. Oktober 2009: Jürgen Marks fragt in einem Blog-Beitrag “Sind Klingeltöne wertvoller als Journalismus?”

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