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2009

Der Innovation auf der Spur

Footprints

(Deutsch) Der begeisterte Leser (Serie Lokalzeitung 2.0 – Folge 1)


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Kommentare

  • 3. Dezember 2009, 16:18 Uhr

    m0mms meint

    wo sind die begeisterte lokalbloggers?

    oder genauer gesagt, wo ist der lokale metablog?

    mit allen werkzeugen die du erwähnt hast, eine customised version von wordpress, mit autolinking, semantic tagging aus der blog mit ontologiepflege und was es alles gibt?

    technisch sage ich als alte ‘89er (das sind die, die am anfang des internets dabei waren).. alles machbar. sogar relativ einfach.

    wo ist 1&1, strato und co, mit angepasste hostingangebote für diese klientell?

    und an jede zeitungschef der hier nur fachchinesisch sieht: das ist *deine* zukunft…

  • 3. Dezember 2009, 22:42 Uhr

    Sascha meint

    Gut gebrüllt Löwe. Und in vielerlei Hinsicht auch richtig. Aber ein Aspekt fehlt mir: Wenn wir online derart in die sublokale Tiefe gehen und dabei bewusst auf Google-Traffic verzichten, dann erfüllen wir zwar sicher die Wünsche des Lokalzeitungslesers 2.0. Aber: Wie finanzieren wir das?

  • 4. Dezember 2009, 08:31 Uhr

    Hans Bayartz meint

    Vielleicht gefällt Ihnen ja auch mein Beitrag zu Zeitung 2.0: http://wp.me/psD2f-7H

    Beste Wünsche für Ihre Ideen
    Hans Bayartz

  • 4. Dezember 2009, 08:47 Uhr

    Jürgen Marks meint

    Starke Lokalzeitung-1.0-Kritik. Kann ich unterschreiben. Aber es ist falsch, die Zahl der engagierten Webzwo-Nuller auf den lokalen Portalen zu überschätzen. Die Early Adoptors und die lokale Tiefebene – so weit sind wir noch nicht. Hier ist richtiges Timing erforderlich.

    • 7. Dezember 2009, 09:17 Uhr

      marian_semm meint

      Noch ein Gedanke dazu: Ist das vielleicht ein Grundproblem der Zeitungsverlage, dass sie warten (müssen?), bis es eine kritische Masse in der lokalen Tiefebene gibt, die man erreichen kann. Nur um dann verwundert festzustellen, dass – wenn “es soweit ist” – sich schon jemand anderes drum gekümmert hat?

      Was macht dieser jemand anders? Er begreift sich nicht von vorneherein als Massenprodukt, das es jedem Recht machen muss, sondern er beginnt mit einer kleinen Gruppe, deren Bedürfnisse er zielgenau anspricht – zum Beispiel mit ausführlichen Berichten aus den unteren Fußball-Ligen. Hat er Erfolg, kann er wachsen. Gelingt es ihm nicht, werden wir es kaum erfahren.

  • 4. Dezember 2009, 10:49 Uhr

    marian_semm meint

    @m0mms: Es geht mir nicht um die Blogs um des Blogs wegen. Ich glaube mit Bloggern, wie wir sie an vielen Orten sehen, können wir einen ersten Trend erkennen, auch an deren Erfolg oder Mißerfolg. Mir geht es um Blogs, die nach journalistischen Grundsätzen die Zeitung erfolgreich ins Netz transportieren – ob in Heddesheim, Altona, Hüllhorst oder im Ruhrpott. Und mir geht es um Profitabilität, es genügt nicht, in Schönheit zu sterben. Auch die lokalen Blogs haben erkennbare Defizite, aber es gibt dort zarte Pflänzchen Anzeigenvermarktung. Das deutet für mich darauf hin, dass im Lokalen deutlich mehr zu holen ist als das viele Zeitungen heute ausnutzen. Die Zeitungen stecken in einem Dilemma: Viele erkennen diesen Trend durchaus, aber das Produkt Lokalzeitung 1.0 funktioniert noch zu gut, um einen einfachen Switch zu erlauben.

    @Sascha: Mein Gefühl ist, dass der lokale Nutzer, den ich an eine lokale Marke binde, deutlich mehr Wert besitzt für eine Lokalzeitung 2.0 als derjenige, den ich über eine Suchmaschine zu einem überregionalen Thema hole und der mir mit dem nächsten Klick untreu wird. Von der Finanzierung handelt der nächste Teil ganz ausführlich und da möchte ich das natürlich auch über das Gefühl hinaus belegen. Schon klar, dass man durch SEO gezielt Traffic erzeugen kann, aber dann muss auch die Vermarktung stimmen und der Preis, den ich dafür erziele. Ich höre zuletzt, dass in diesem Jahr der TKP für überregionale Vermarktung nur einen Bruchteil von dem des Vorjahres beträgt, die Preise für lokale Vermarktung sind dagegen stabil geblieben oder konnten gesteigert werden. Für Unternehmen, die auch eine Zeitungsvermarktung 1.0 haben (und an der Stelle sei Dein Haus ausdrücklich ausgenommen), ist es natürlich sehr schwer bis unmöglich lokale Online-Werbung zu vermarkten, da ist es einfacher, sich an bestehende Vermarktungsnetzwerke anzuhängen – aber, wieder nur ein Gefühl, das ich im nächsten Teil belegen will, da kommen nur “lousy Pennies” heraus.

    @Jürgen Marks: In annähernd 15 Jahren Erfahrung mit Zeitung Online habe ich gelernt, dass es nicht genügt, am Strand zu sitzen und den Wellen zuzusehen, sondern, dass man auch auf eine passende Welle springen muss. Das meinen Sie mit Timing, richtig? Vielleicht ist auch die Wahl des Ortes wichtig für den Start. Ich sehe einige Kollegen von Ihnen in Deutschland, die ihre Lokalredaktionen so stark ausdünnen, dass das Flanken für lokale Blogs öffnet – wenn das noch geschickt lokal vermarktet wird… In vielen Fällen haben die etablierten Unternehmen in der Vergangenheit zu lange gewartet auf neue Züge aufzuspringen. Ob das auch wirklich alles engagierte Webzwo-Nuller sein müssen, weiss ich nicht…

  • 4. Dezember 2009, 15:17 Uhr

    Stefan Dierkes meint

    Nach meiner Erfahrung ist der Veränderungswille bei unserer Lokalzeitung größer als bei unseren Lesern, die uns nur sehr zögerlich folgen: z.B. wenn es um Personalisierung und Kommentare geht.

  • 4. Dezember 2009, 15:18 Uhr

    Stefan Dierkes meint

    … aha, die Verlinkung ist in diesem Blog auch noch optimierungsbedürftig. Deshalb hier nochmal im Klartext:
    http://www.schwaebische-post.de

  • 4. Dezember 2009, 17:04 Uhr

    marian_semm meint

    @Stefan Dierkes: Das zögerliche Folgen der Leser könnte mit dem Registrierungszwang bei Ihnen zusammen hängen. Die Erfahrung habe ich bei einer Reihe von Regionalzeitungen gemacht; das Problem beim Zulassen anonymer Kommentare ist einerseits die Haftung, andererseits will man nicht jeden Mist mit seinem guten Markennamen verbunden wissen.

    Riskieren Sie doch mal einen Blick zu Ihren Kollegen in Augsburg, in deren Forum brennt mitunter die Luft, obwohl man sich anmelden muss; ich finde die Verbindung zwischen Artikeln und Forum ziemlich pfiffig: http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/index.php

    • 4. Dezember 2009, 18:19 Uhr

      Besim Karadeniz meint

      Ich finde eigentlich genau diese Art von Forum und Kommentierung, wie sie die Augsburger Allgemeine durchführt, für fatal, weil sie extrem pflegeintensiv ist. Pflegt man ein Forum nicht ständig und proaktiv, ist es, gerade im Kontext einer Tageszeitung und gerade bei so Sachen wie Polizeiberichten, ein Hort für die Ewiggestrigen. Ein Negativbeispiel hierzu ist das Forum der Pforzheimer Zeitung, die für das Forum genau die gleiche Software und Dienstleistung einsetzt, wie die AA.

      • 4. Dezember 2009, 19:40 Uhr

        marian_semm meint

        Kannst Du das mit der Pflegeintensität erklären, bitte? Ich verstehe es nicht.

      • 6. Dezember 2009, 00:44 Uhr

        Sascha meint

        Pflegeintensiv? Ja. Aber warum sollte es “fatal” sein, sich intensiv um seine Kunden zu kümmern? Die Zeiten, in denen man sich in einer Redaktion verschanzte, sind glücklicherweise längst vorbei. Heute ist Interaktivität gefragt – und das ist täglich so spannend wie fruchtbar für die Arbeit ;-)

    • 4. Dezember 2009, 19:00 Uhr

      Stefan Dierkes meint

      Der Wegfall der Registrierungspflicht ist schon beschlossen und wird in Kürze umgesetzt.
      Dei Trennung von Forum und Artikeln wie bei den Augsburgern entspricht allerdings nicht meiner Vorstellung.

      • 4. Dezember 2009, 19:40 Uhr

        marian_semm meint

        Das ist IMHO eher eine Verbindung denn eine Trennung. Der Lebenszyklus eines Forenbeitrags beginnt als Kommentar auf einen Artikel. Durch die Kommentierung wird der Artikel zum Start eines Forenthreads, dadurch verlängert sich automatisch die Präsenz eines Artikels der Diskussionsbedarf hervorruft.

  • 4. Dezember 2009, 23:31 Uhr

    m0mms meint

    journalistische tätigkeit = thema recherchieren, beitrag schreiben, und blog dazu pflegen.

    das errinert mich an der unterschied zwischen ein vertriebler und ein dienstleister.

    zeitung 2.0 fördert von die erzeuger der inhalt eine (lebens)lange übernahme der verantwortung für ihre erzeugnisse, und kein schreib, ab und vergiss.

    es ist eine neue umgang mit inhalt für den einzelnen, das er nicht gewohnt ist.

    (ich weiss, ich weiss, aber ich bin eben kein muttersprachler)

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