(Deutsch) “Die meisten Verlage haben vergessen, wo sie herkommen” (Serie Lokalzeitung 2.0 – Folge 3)
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[...] empfohlen: Das sehr ausführliche und interessante Interview von Marian Semm mit dem Lokaljournalisten und Neo-Verleger Hardy Prothmann, der die [...]
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[...] Semm (@marian_semm): “Die meisten Verlage haben vergessen, wo sie herkommen” (Interview mit Hardy [...]
[...] Das Interview lesen Sie auf der Seite von Marian Semm: Interview [...]
[...] ihre Printtexte einmal täglich ins Netz, ohne sich weiter darum zu kümmern, wie Heddesheimblogger Hardy Prothmann in diesem lesenswerten Interview mit Medienberater Marian Semm beklagt. Es gibt im Lokaljournalismus durchaus Inseln der Innovation. Einige Beispiele: Bei der [...]
[...] “Die meisten Verlage haben vergessen, wo sie herkommen” (Serie Lokalzeitung 2.0 – … – (Tags: Lokaljournalismus Blogger iv ) [...]
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[...] Beispielen, dass Lokaljournalismus gut sein kann – als Contrapunkt zu Hardy Prothmanns Urteil über den Mannheimer Morgen: Bei der Hannoversche Allgemeine Zeitung bloggen zwei ausgewiesene [...]
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[...] bekannte Heddesheimblog Bezug genommen und dieses als Zukunft des Lokaljournalismus abgefeiert (hier oder hier), obwohl es im Prinzip eigentlich nichts wirklich Neues ist. Neu ist aber, wie [...]
[...] Prothmann erklärt Marian Semm sein Konzept für das Heddesheimblog und Detlef Brechtel analysiert dieses noch [...]
[...] Deswegen habe ich (verantwortlich für das heddesheimblog) dieses Geschäftsmodell in einem Interview als “unanständig” bezeichnet. [...]
[...] hat in einem Interview mit mir dargestellt, dass er absehbar davon leben kann, bei anderen hyperlokalen Blogs höre ich, dass [...]
[...] journalistisches Projekt, das dem “” angeblich zu schaffen macht. Blogger Marian Semm sprach mit dem Macher Hardy Prothmann (er benannte auch das [...]
[...] Meinung geäußert (die niemand liest). In einem Interview, das Marian Semm mit mir geführt hat (http://www.marian-semm.de/en/2010/01/die-meisten-verlage-haben-vergessen-wo-sie-… ). Darin heißt [...]
ich habe schon den zweiten teil mit vergnügen gelesen und freue mich auf den 1., der mir noch ‘fehlt’ und den ich gleich lesen werde.
respekt, hardy prothmann, für die nicht ganz einfache arbeit, und viel erfolg für das tolle konzept.
danke, marian semm, für die vermittlung des gefühls, es gibt sie noch: journalisten, die leser für wichtig halten und sie ernst nehmen. und berater, die in der 2.0-welt vermitteln können.
Hallo,
ist der heddesheimblog tatsächlich so erfolgreich? Folgt man den Ausführungen von Herrn Merz (http://markus-merz.posterous.com/tag/hardyprothmann), wurde der Erfolg – ob willentlich oder nicht – von Herrn Prothmann deutlich überhöht dargestellt. Wenn dies tatsächlich so wäre, wie werden Werbetreibende reagieren?
Herr Prothmann reagiert ansonsten sehr schnell und sehr ausführlich, wenn es in den Kommentarspalten der blogs jemand wagt, Kritik zu üben. Auf diese Frage der tatsächlichen Erreichbarkeit ist er bisher nicht eingegangen. Vielleicht hier?
Grüße
PS: immer noch lesenswert für den Umgangston von Herrn Prothmann mit Kritikern (nach dem Stichwort “Schei” suchen: http://www.berliner-journalisten.com/heft21_artikel4.php .).
Guten Morgen zusammen,
ich drücke dem Macher dieses Blogs alle Daumen, dass es mit seiner unabhängigen Berichterstattung klappt! Gerade die lokale Presse fährt oft einen Schmusekurs mit der Politik und Industrie. Letzteres wird klar, wenn man bedenkt, wo das Geld für Werbung herkommt.
Aus meiner eigene Erfahrung weiß ich, dass es sich lohnt, mit Nachrichten einen Markt aufzubauen. Wir haben vor 10 Jahren angefangen, über Georgien zu berichten. Mittlerweile sind wir Marktführer. Eine Sache, an der man täglich arbeiten muss und bei der man nicht die Hände in den Schoß legen kann. Insofern kann ich die Sache mit dem Urlaub und der verschobenen Hochzeitsreise sehr gut nachvollziehen.
Beste Grüße
Thomas Berscheid
Manueller Trackback:
Nach den Besucherzahlen des Heddesheimblogs folgen die Personalkosten
(…) Wer von den Anwesenden hat schon einmal einem typischen lokalen Geschäftsmann, sagen wir dem Metzger, 50 € für eine Anzeigenbuchung aus dem Kreuz geleiert? Sagen wir mit Mindestbuchung von sechs Monaten. Ach ja, im Internet. Auf einer Archivseite.
Auf einer Archivseite des heddesheimblogs…
http://markus-merz.posterous.com/nach-den-besucherzahlen-des-heddesheimblogs-f (Stichwort: http://markus-merz.posterous.com/tag/hardyprothmann)
Sorry, aber das ganze Konstrukt liest sich wie ein Luftschloss. Ist letztlich leider ganz einfache Mathematik mit etwas Beobachtung, was auf dem Blog läuft. 200.000 Euro…
Es wird einfach mal Zeit aus dem aufgebauschten Luftschloss die Luft raus zu lassen. Das wäre die Aufgabe von geerdeten Beratern oder von praxisnahen Medienjournalisten.
Stattdessen verbrennen sich einige Berater an der Praxis und einige Medienjournalisten erhitzen heiße Luft noch weiter.
Im Stil von Dieter Bohlen und DSDS werden aktuell kantige Lokaljournalistenfrösche zum Prinzen geküsst. Das Prinzlein selber schwingt das große Wort und berichtet von possierlichen Kämpfen mit genervten Drachen.
Es wäre mal Zeit das vorlaute Prinzlein nach seiner Exitstrategie zu befragen. Wahrscheinlich strebt es eine Karriere als streitbarer Podiumsdiskutant oder Consultant in Sachen ‘irgendwas mit Medien’:
Ich würde Ihnen ja gerne etwas entgegnen, Herr Merz, aber, hm, kann es sein, dass Sie in Ihrem Kommentar die Argumente vergessen haben?
Wer die Argumente sucht, der wird sie schon finden. Etwas weiter oben und auf meinem Mininotizblog, aber ich nahm mir einfach mal die Freiheit zum Selberdenken und -rechnen anzuregen.
marian_semm, genau das war es was ich dachte als ich Hr. Merz Beitrag gerade gelesen habe. Das klingt nach jmd. der einfach nur schlechte Luft verbreiten will. Es riecht auch ein wenig nach Angst. Angst vor dem Neuen? Angst vor Meinungsfreiheit?
Die Konzentrierung der Gegen-Argumentation auf die betriebswirtschaftlichen Rechnungen kann ich nicht verstehen. Es geht hier zuallererst um freie Meinungsäußerung und den Vorwurf an den MM. Hierzu lese ich keine Argumente.
Die betriebswirtschaftlichen Rechnungen (die Zahlen 3000 und 200.000) sind doch des Blogbetreibers Sache. Er wird es erreichen oder auch nicht. Inhaltlich hat das erstmal nichts miteinander zu tun. Ob potentiellen Anzeigekunden etwas anderes als die Wahrheit verkauft wird, weiß ich nicht. Ob es mich interessiert auch nicht – AdBlock macht die angezeigte Werbung in vielen Browsern schnell zunichte. Anzeigen werden Online nicht auf Dauer funktionieren, hier müssen andere Finanzierungsmodelle her. Aber das ist die Sache des Seitenbetreibers. Den Lesern geht es um Inhalte (Werbung wird eh gefiltert) und um einen Ausbruch aus der in den Printmedien zu augenscheinlich durchgeführten Zensur. Ich kenne zwar Heddesheim nicht so gut, auch wenn ich da ab und zu bin, doch scheint die ein oder andere positive reale Wirkung aus der Seite eingetreten zu sein. Das ist zu beachten und zu bewundern. Wenn ich einen engagierten arbeitssuchenden Journalisten finde, werde auch ich eine Lokalseite aufsetzen für meine Umgebung. Auch hier ist die Berichterstattung kläglich bis nicht vorhanden.
Die Printmedien sind zu kritisieren und immer mehr Menschen merken das. Vgl. hierzu auch die Nachdenkseiten.
Gruß
Christopher Schmidhofer
Guten Tag!
Mir scheint, dass ich in Herrn Merz so etwas wie einen digitalen Stalker gefunden habe.
Das gehört wahrscheinlich zum Promileben dazu – selbst wenn man einfach nur ein Fröschlein ist.
Eins ist sicher: Herr Merz ist sicher nicht mein Prinz
Einen schönen Tag wünscht
Hardy Prothmann
HP: Gut gegeben. Ich wünsche Ihnen nicht das Schicksal einer Sternschnuppe.
CS: Bei mir riecht hier gar nichts. Sie sollten einfach mal den Hinweisen folgen und um die Ecke schauen.
Hallo
@ Herr Prothmann
Wieder keine inhaltliche Antwort. Sind Ihre Besucherzahlen richtig oder nicht? Oder sinds die Suchmaschinen. Bis jetzt konnte man keine fundierte Entgegnung lesen. Haben Sie keine? Das ist dann so, als ob nicht die GfK die Einschaltquoten misst, sondern RTL/Sat1/Vox eigene Zahlen veröffentlicht, um die Spots teurer zu verkaufen. Die Leute, die bei Ihnen Werbung schalten, würde das interessieren. Und die wirkliche Relevanz des blogs könnte besser eingeschätzt werden.
@ Herr Schmidhofer
Sie müssen nicht Heddesheim kennen, um zu wissen, dass es da nicht um Gut gegen Böse, Robin Hood der Pressefreiheit gegen Sheriff of Nottingham (wahlweise Bürgermeister, MM unbotmäßige Vereinsvorsitzende usw.) geht. Hr. Prothmann hatte Zeit, sich auf einen akuten Konflikt daraufgesetzt, arbeitet sich jetzt an den Dorf“eliten“ ab und hält das ganze – nebenbei als Gemeinderat, ein Ehrenamt – am Kochen. Wer erwärmt sich für eine textkritische Besprechung eines Seniorennachmittags, nur um dem BM, der halt Verwaltungsmensch ist und kein Germanist, eins reinzuwürgen? Und natürlich ist es relevant, wenn er Zahlen bewusst oder unbewusst verzerrt; immerhin zieht er als moralische Instanz durch die Gegend.
Grüße
Thomas Berscheid: “Gerade die lokale Presse fährt oft einen Schmusekurs mit der Politik und Industrie. Letzteres wird klar, wenn man bedenkt, wo das Geld für Werbung herkommt.”
Vorneweg: Ich schreibe für “die lokale Presse”, frage mich aber dennoch, wieso in einem Blog oder einer Online-Zeitung, die ohne Abos noch mehr auf Werbung angewiesen sind, mehr sichergestellt sein soll, dass dort nicht auch irgendwann – wenn das Ding mal etabliert ist – nicht auch ein Schmusekurs gefahren wird. Ob dann mauve- anstelle rosafarben gekuschelt wird, ist letztendlich egal.
Und allgemein: Allem Anfang wohnt ein Zauber inne. Daher wundert es mich nicht, wenn das Heddesheimblog viele Leserhinweise bekommt. Aber irgendwann wird auch das Blog nicht mehr allen Dingen nachgehen können und Prioritäten setzen. Nicht aus Platz- aber aus Zeitgründen, auch für Online-Journalisten hat der Tag nur 24 Stunden. Und dann werden auch dort – wie bei Tageszeitungen – enttäuschte Bürger sich abwenden, weil das Blog sie “ja dauernd ignoriert”.
Ich glaube auch nicht, dass es ganz ohne “Bratwurstjournalismus”-Themen geht. Denn das ist ja gerade die Stärke gegenüber dem etablierten Blatt, dass Artikel über den Seniorenkaffee vom Nachbarschaftsverein – wegen Mangel an Druckfläche, Inhalt und Relevanz – weglässt. Natürlich kommt wenig dabei rum, aber das Enkelchen bei der Schulaufführung “gedruckt” zu sehen, und die ehrenamtliche Arbeit der Vereinsmitglieder zu beschreiben, zählt eben auch. Auch wegen der Anzeigenacquise. Denn selbst wenn nur die 100 Leute, die beim Seniorenkaffee waren (plus Anhang und Freunde) reinschauen, ist das für ein lokales Unternehmen schon interessant.
Guten Tag!
Besser hätte ich den Zustand vieler Lokal”zeitungen” nicht beschreiben können.
Sie beschreiben Strategie, Verwertungskette, Selbstbewusstsein zwar nicht sonderlich intellektuell, aber insgesamt zutreffend.
Nur eines konnten Sie nicht beschreiben, weil Sie es nicht verstanden haben. Das hat etwas mit Haltung zu tun. Denken Sie mal drüber nach.
Einen schönen Tag wünscht
Hardy Prothmann
“Letztlich habe ich darauf verzichtet – und vermutlich auf einige hundert Euro pro Monat, die mir das vielleicht bringen würde” – du hast hier nen kleinen fehler
Herr Prothmann hat im Interview die Online-Aktivitäten von Nussbaum Medien St. Leon-Rot angesprochen. Das war zwar schon einige Monate her, ich möchte hierzu dennoch mit zeitlichem Verzug Stellung nehmen.
Die Aussage von Herrn Prothmann:
“Der Mitteilungsblatt-Monopolist Nussbaum Medien merkt wohl, dass sein Modell auf lange Sicht bedroht ist und hat lokalmatador.de gestartet. Das Angebot hat aber kein gescheites Konzept: Hier mal eine Geschichte aus St. Leon-Roth, dort eine aus Heddesheim, dann aus Hockenheim, jeweils zig Kilometer dazwischen. An die Leser wird überhaupt nicht gedacht. Von dieser Seite habe ich nichts zu befürchten.”
(Anmerkung am Rande: Wir sind übrigens kein Monopolist sondern haben genügend Wettbewerber. Und natürlich haben wir schon lange erkannt, dass unsere Zukunft nicht ausschließlich im Drucken von Mitteilungsblättern besteht, sondern in der medienübergreifenden Verbreitung von lokalen Informationen.)
Ich habe mich kurz nach der Erstveröffentlichung des Interviews gefragt, woher Herr Prothmann die Qualität unseres Konzepts kennt. Er hat mit uns nie gesprochen und konnte zum Zeitpunkt des Interviews wohl auch nicht beurteilen, an welchen Themen wir arbeiten. Lieber Herr Prothmann: Es gibt einen Unterschied zwischen einem Konzept und der Umsetzungsgeschwindigkeit. Nur weil nicht alle Ideen auf einen Schlag sichtbar werden, muss das nicht bedeuten, dass es kein Konzept gibt. Als Redakteur mit Ihrem Anspruch, sollten Sie mit der Sprache etwas genauer umgehen. Sie hätten formulieren können, dass Sie kein gescheites Konzept erkennen. Mehr aber auch nicht.
Ich kann an dieser Stelle ganz klar zum Ausdruck bringen, dass wir genügend Ideen haben um unser Produkt weiter kontinuierlich zu verbessern. Uns kann in diesem Zusammenhang nichts Besseres passieren als von Marktbegleitern umgeben zu sein, die so selbstverliebt sind, dass sie sich auf das Schlechtreden von Wettbewerbern konzentrieren. Wir arbeiten daher ganz unabhängig von den persönlichen Einschätzungen des Herrn Prothmann weiter an unseren Angeboten.
Eine Produktbroschüre zu unseren Innovationen finden sich auf:
http://www.nussbaum-mediadaten.de
Hallo Herr Tews,
schön, dass Sie auch ein wenig im Netz surfen und so gucken, was man über Sie so in Erfahrung bringen kann.
Und wirklich sehr beeindruckend ist Ihr Zeitgefühl: „einige Monate her“, schreiben Sie. Konkret sind das 21, was fast zwei Jahre sind. Respekt!
Verzeihen Sie den Ausdruck “kein gescheites Konzept”.
Als “Redakteur meines Anspruchs” gehe ich mit der Sprache sehr genau um und bin trotzdessen gerne bereit, mich zu verbessern (dazu gehört auch, dass ich Ausdrücke wie „weiter kontinuierlich“ und ähnlichen Hohlquatsch vermeide).
Ich korrigiere meine Aussage also: Selbstverständlich haben Sie vermutlich ein “Konzept”, ein “gescheites” kann ich nicht erkennen, wohl aber ein miserables. Ist Ihnen das so lieber? Trifft es das genauer? Oder muss ich noch konkreter werden?
Was Sie als „schlechtreden“ bezeichnen, nenne ich eine Meinung haben. Auf den Punkt. Begründet.
Woher nehmen Sie eigentlich die Berechtigung, zwischen schlecht und gut zu unterscheiden? Ich habe Gründe genannt, Sie lavieren rum.
Das Rumschwurbeln überlasse ich Ihnen gerne – bislang habe ich sogar den Eindruck, den ich auch gerne nochmals ausdrücklich bestätige, dass Sie das wirklich sehr gut können.
Schön, dass Sie Ideen haben und schön, dass Sie “weiter kontinuierlich verbessern”.
Noch schöner, dass Sie mir dankbar sind. Nett ist übrigens Ihre Einschätzung: “Marktbegleiter”. Sehr luschdisch.
Ganz ehrlich Herr Tews? Ich muss leider auf Ihre Begleitung verzichten. Denn wir haben leider nichts, tatsächlich nichts, gemein.
Arbeiten Sie weiter an Ihren Angeboten – Verlautbarungsblättern ohne erkennbaren journalistischen Anspruch. Die Inhalte Ihrer „Informationen“ bezahlen ja meistens „Auftraggeber“.
Ich mache das Gegenteil – ganz selbstverliebt und voller Stolz auf meine Leistung.
Sind Sie stolz auf Ihre Anzeigenblätter? Diese Bürgermeister-was-bin-ich-toll-Verlautbarungsorgane?
Diese miese Druckqualität? Diese Bleiwüsten, vom Steuerzahler bezahlt und von Ihnen per Abo noch mal versilbert?
Bilden Sie sich darauf wirklich etwas ein? Ich vermute schon, sonst hätte ja der Restfunke von ich-weiß-nicht-was, Sie ja nicht zu einer Antwort bewegt.
Die Frage, woher ich die Qualität Ihres Konzepts kenne, Herr Tews, ist einfach beantwortet: Ich schaue einfach, was Sie und Ihr Haus an (journalistisch) minderwertigem Zeugs produzieren und in die Öffentlichkeit bringen.
Sie verzeihen, dass ich da nicht unbedingt noch weiter illusorisch nachhake und tatsächlich vermuten müsste, es könnte etwas wie ein (kluges) Konzept dahinter stecken?
Ihre Behauptung, ich hätte mit Ihnen nie gesprochen, ist übrigens eine falsche Tatsachenbehauptung. Wir haben telefoniert: Soll ich die Gesprächsdaten und die Notiz raussuchen?
Ich vermute, Sie ersparen mir die Mühe. Trotzdem darf ich an dieser Stelle eine kleine Geschichte erzählen:
In dem von Ihnen verlegten Mitteilungsblatt der Gemeinde Heddesheim dufte der SPD-Fraktionschef Jürgen Merx eine Lüge über mich verbreiten. Keine Meinung, sondern eine falsche und unwahre Tatsachenbehauptung.
Wäre ich irgend so ein prozesswütiger Idiot, hätte ich die Abmahnschraube drehen können. Ich habe mich für den zivilen Gang der Dinge entschieden und eine Gegendarstellung verfasst, die allen Regeln einer Gegendarstellung entspricht und diese an die Gemeinde gesandt.
Der Bürgermeister erklärte sich (obwohl vermutlich presserechtlich verantwortlich) für nicht zuständig und hat diese Gegendarstellung an Sie weitergeleitet.
Etwas später bekam ich Post von (vermutlich teuer bezahlten) Stuttgarter Anwälten, die ziemlich sicher Nussbaum-Medien bezahlt hat, um zu erklären, weshalb eine Gegendarstellung nicht zulässig sei.
Eine weitere Auseinandersetzung in der Sache war mir echt zu blöd, weil ich an den Verstand der Leute glaube und nicht an institutionalisierte Monopole.
Wenn man nun weiß, dass viele Gemeinden ein Heidengeld an Nussbaum-Medien zahlen, um die Mitteilungsblätter zu drucken, in denen die Bürgermeister ständig lächelnd alten Damen Blumen überreichen und ähnlich konzeptionell anspruchsvolle “Informationen” lokal verbreitet werden und umgekehrt Nussbaum-Medien aus der Portokasse Anwälte bezahlt, die berechtigte Einsprüche verhindern sollen, dann, ja dann, Herr Tews (das „lieber“ spare ich mir und wünsche mir das auch von Ihnen), hat man ungefähr eine Vorstellung von dem, was Sie als “Konzept” bezeichnen und muss sich fürchten, was Sie unter “weiter kontinuierlich verbessern” verstehen mögen.
(Nicht nur Papier – auch Bildschirme sind geduldig. Sollte Ihnen der Satz zu lang gewesen sein, einfach noch mal lesen…)
Haben Sie Interesse daran, dass ich den Vorgang öffentlich darlege, Herr Tews? Um den „journalistisch-redaktionell-hehren Anspruch“ der Nussbaum-Mediengruppe zu dokumentieren?
Wenn ja, bitte ich um eine kurze Antwort, ich werde den Wunsch sofort und umgehend erfüllen.
Wenn es nicht ganz so eilig ist, lassen Sie mir noch etwas Zeit, bitte. Ich sammle nebenbei ein wenig Material über die Nussbaum-Medien und werde, wenn es meine Zeit erlaubt, irgendwann ein Porträt über dieses „Unternehmen“ veröffentlichen.
Dabei werde ich übrigens ungefragt von vielen Menschen unterstützt, die mir übers Internet einfach so Informationen über Ihr, also des Nussbaum-Medien-Verlags-Treiben, zusenden, weil sie sehr, sehr unzufrieden sind.
Und da ich weiß, dass Sie teure Anwälte in Stuttgart jederzeit auch für andere bezahlen, die Ihre Kunden sind, vermute ich, dass Sie in eigener Sache noch viel mehr Geld auszugeben bereit sind. Deswegen muss das alles schon sehr, sehr genau sein.
Aber das wird es.
In diesem Sinne – allerbeste Grüße bis zum nächsten Mal.
Hardy Prothmann
P.S. Herr Tews, ich verstehe Ihren Unmut. Wie kann jemand schlecht darüber reden, dass die Nussbaum-Medien-Gruppe so lange so erfolgreich war, fragen Sie sich sicherlich.
Haben Sie nicht jahrzehntelang für Ordnung gesorgt? Nie Kritik geäußert, sondern immer nur Wünsche erfüllt? Als so eine Art Weihnachtsmann ohne Rute? Immer zuverlässig im Dienste von Bürgermeister und deren diesen untergebenen Gemeinden?
Und jetzt soll das alles schlecht sein? Nur weil so ein dahergelaufener Journalist kommt und kritisiert, dass Sie Verlautbarungsorgane verbreiten?
Und weil irgendwelche Leute das alles auch noch glauben, was, ich zitiere einen Ihrer Vertreter, „ein kleiner, mittelloser Journalist“ so sagt? Und womöglich Abos kündigen?
Das ist vermutlich echt bitter.
Ich stehe jeden morgen auf und schaue gerne und kritisch in den Spiegel – das möchte ich Ihnen auch empfehlen. Manchmal hilft das, um auf andere Gedanken zu kommen.
Mir ist meine Zeit zu schade um auf Ihren Bödsinn länger als mit vier Sätzen zu antworten. Daher beende ich das meinerseits hiermit bevor es weiter hin und her geht. Antworten Sie was Sie wollen. Vielleicht interessiert es ja jemanden.
Blödsinn (ist zwar nur eine Korrektur, so wird es aber ungewollt nochmals zur Betonung)
Hallo Herr Tews,
Sie scheinen ein nervöser Mensch zu sein. Und leider auch nicht sonderlich logisch. Lesen Sie einfach nochmal Ihren Kommentar, vielleicht kommen Sie ja drauf.
Gruß
Hardy Prothmann
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