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	<title>Marian Semm - Büro für Medieninnovation &#187; iphone</title>
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	<description>Marian Semm - Büro für Medieninnovation</description>
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		<title>Die Tinte der Mönche – über Wertschöpfung im Journalismus</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Oct 2009 11:44:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian_semm</dc:creator>
				<category><![CDATA[Journalismus 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[Lieber Jürgen Marks,
ich habe eben die Frage in Ihrem Blog gelesen: &#8220;Sind Klingeltöne wertvoller als Journalismus?&#8221; Und kann Ihnen versichern: Mir nicht. Ihre Mindelheimer Zeitung ist seit meiner frühen Jugend Teil meines Lebens, ich lese sie also mit kurzen Unterbrechungen seit Mitte der 1980er Jahre. Und von 1990 bis 1993 habe ich das eine oder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Jürgen Marks,</p>
<p>ich habe eben die Frage in Ihrem Blog gelesen: &#8220;<a title="Augsburger Allgemeine Online - Blog" href="http://www.community.augsburger-allgemeine.de/forum/blogs/j%FCrgen+marks/1743-sind-klingeltoene-wertvoller-als-journalismus.html#comment4641">Sind Klingeltöne wertvoller als Journalismus?</a>&#8221; Und kann Ihnen versichern: Mir nicht. Ihre Mindelheimer Zeitung ist seit meiner frühen Jugend Teil meines Lebens, ich lese sie also mit kurzen Unterbrechungen seit Mitte der 1980er Jahre. Und von 1990 bis 1993 habe ich das eine oder andere darin auch geschrieben. Mit der MZ selbst bin ich so zufrieden, nicht dagegen mit dem Umstand, dass sie immer noch auf Papier gedruckt wird und meinen individuellen Informationsansprüchen damit nur mäßig gerecht wird. Ich bin eben ein ungeduldiger Mensch. Digitale Revolution, wann kommst Du zu mir?</p>
<p><em>Misunderstandings about paid content: Because something is expensive to produce, it need not have value.</em> Habe ich gestern abend in Twitter gelesen und für mich übersetzt: Es ist billiger, eine Bibel nach einer Druckform zur vervielfältigen als die gleiche Menge Bibeln von Hand abzuschreiben, wie das üblich war, bevor der Druck erfunden war. Deshalb hatten die Kopiermöche gegen die Druckerpresse keine Chance. Für welchen Leser mag wohl eine handkopierte Bibel mehr Wert besitzen als eine gedruckte?</p>
<p>Wenn ich im Geiste durchgehe, welche Kosten Sie mit dem Abopreis zu decken haben, finde ich einige Posten, die mit Journalismus an sich wenig zu tun haben – zuvorderst Papier, Druck, Logistik –, die einen erheblichen Kostenblock ausmachen und für einen homo digitalicus wie mich im iPhone-Zeitalter keinen Wertbeitrag liefern. Was uns zur Frage führt: Wo genau steckt für mich eigentlich der Wert Ihres Produktes?</p>
<p>These #1: Nutzer sind bereit, für wertige Online-Inhalte zu bezahlen.</p>
<p>Als Brancheninsider bin ich sicher alles andere als repräsentativ, aber &#8211; nach wirklich reiflicher und ausführlicher Überlegung tauge ich vielleicht als &#8220;Early Adopter&#8221;: Ich würde für lokale und regionale Nachrichten online bezahlen. Ich bezahle schon für einen XING-Premium-Account, sowie Printabos der Mindelheimer Zeitung, von Spiegel, Geo, Wired und dem MediumMagazin &#8211; und jeden Monat eine ganze Menge Geld für Internetzugang zuhause und mobil, im Gegenwert von drei, vier Zeitungsabonnements.</p>
<p>Ich könnte mir vorstellen, so um die 15 Euro monatlich zu bezahlen, um mal einen Preis zu nennen. Ich erwarte dafür folgendes:</p>
<ul>
<li>einen andauernden Strom lokaler Nachrichten aus meinem Wohnort Türkheim und 20-30 Kilometern Umkreis (Mindelheim, Bad Wörishofen und auch aus Kaufbeuren, Buchloe, Landsberg und Schwabmünchen),</li>
<li>Wirtschaftsnachrichten aus 100 Kilometern Umkreis,</li>
<li>Musik-Szene und Kleinkunst auf 100 Kilometern Umkreis – aber bitte deutlich mehr, als ich heute in der Zeitung lesen kann,</li>
<li>im Sport interessieren mich lokal nur Eishockey und Tennis und überregional nur Sportpolitik, besonders Doping,</li>
<li>die Inhalte der Meinungsseite komplett, viel Stefan Stahl und Horst Haitzinger, aber bitte ohne Werner Wagner und diesen Paulmichl (ich nehme zur Kenntnis, dass Sie den schon lange nicht mehr drucken, DANKE!),</li>
<li>Ereignisse konsequent sofort vermeldet,</li>
<li>von der Lokalredaktion erwarte ich zeitnah je nach Ereignis eine angemessene Reaktion zwischen fundierter Analyse und multimedialer Berichterstattung, je nachdem, ob es um einen Unfall geht oder um eine Stadtratsitzung, ein Konzert, eine Demo gegen oder für ein Heizkraftwerk oder irgend ein anderes recherchiertes Phänomen (davon lese ich übrigens zu wenig).</li>
<li>Ich erwarte einen Kontextbezug, gerne in die Jahrzehnte des Archivs zurück sowie eine ausführliche Verlinkung auch über die Grenze des eigenen Medienhauses hinaus. Zeigen Sie Souveränität, indem Sie verlinken, ich bleibe Ihnen treu, wenn ich das Gefühl habe, nichts zu versäumen.</li>
<li>Mich interessiert die Meinung meiner Mitmenschen, vielleicht gibt es einen Weg, für mich die wenig fundierten Meinungen auszublenden, das kann aber meine soziale &#8220;Crowd&#8221; möglicherweise besser als Ihre Redaktion,</li>
<li>oh, ich hätte gerne eine Entsprechung der MedienMarkt- und Saturn-Beilage sowie auf jeden Fall der Aldi-Anzeigen, ich habe nichts gegen lokale Werbung und schon gar nichts gegen Anzeigen, die auf mein Nutzerprofil abzielen, bitte reichlich über Unterhaltungselektronik, Hunde, Wintersport, Wassersport, Werkzeuge, Motorsägen, Schutzkleidung, Musikneuerscheinungen, Musikinstrumente und Songbooks für Klavier, USA-, Australien- und Japan-Reisen.</li>
<li>Ich möchte die Veränderungen des Handelsregisters überfliegen können (das es zwar schon online gibt, ich lese es aus alter Gewohnheit aber lieber in der Zeitung, da kommt es &#8220;an mir vorbei&#8221; – ich habe noch immer nicht die Disziplin entwickelt, regelmäßig reinzusehen),</li>
<li>ich möchte auf allen meinen Endgeräten die Zeitung lesen und</li>
<li>meine Familienmitglieder im Haushalt sollen mitlesen dürfen.</li>
</ul>
<p>15 Euro kommen mir ziemlich fair vor, schließlich verzichte ich fast komplett auf die überregionale Berichterstattung, den Sport, den Reise- und den Veranstaltungsteil, die Bayern- und die Aus-aller-Welt-Berichterstattung, die Kultur und das Magazin. Ich verzichte auf die Arbeit ihrer Drucker, ihrer Druckmaschine, der Papierfabriken und ihrer Logistiktruppe.</p>
<p>Ahnen Sie, wo Journalismus für mich einen Wert hat? dpa brauchen Sie nicht dazu, sorry, Wolfgang Büchner&#8230;</p>
<p>Ein Blick auf das andere Extrem.</p>
<p>These #2: Es gibt genügend Menschen, die die Tageszeitung auf Papier lesen möchten und dafür bezahlen.</p>
<p>Wir erinnern uns an Fulda, 16. September 2009, BDZV-Jahrestagung, den Preisexperten Dr. Florian Bauer und seinen <a title="BDZV-Zeitungskongress 2009" href="http://www.bdzv.de/fileadmin/bdzv_hauptseite/veranstaltungen/2009/zeitungskongress2009/assets/Dr_Florian_Bauer.pdf">Vortrag</a>, Seite 7 (ich war nicht dort, habe die Veranstaltung nur per Twitter verfolgt): &#8220;Die Entscheidung für eine bestimmte Zeitung ist selten preisgetrieben.&#8221; (Nachtrag vom 24.02.2010: Eine <a title="Horizont - Studie: Starke Erhöhung der Abopreise ist riskant" href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/showRSS.php?id=90419">Studie von Kirchner + Robrecht</a> kommt zu einem teilweise gegenteiligen Ergebnis.)</p>
<p>Ich glaube, dass Dr. Bauer recht hat, da ich kein Preisexperte bin, allerdings durch eine andere Überlegung: Wenn ich die derzeit für Zeitungsverlage geltende Faustformel für Erlösquellen (Umsatz Aboerlöse = Umsatz Vertriebserlöse) umforme, könnten Sie –Inflation und Erosion mal beiseite – für den doppelten Abopreis, also in der Größenordnung von monatlich um die 50 Euro, eine Zeitung ohne Anzeigen produzieren. Nicht dass ich mir das wünschen würde, siehe mein Verlangen nach bestimmten Anzeigen oben, aber ein Preisziel von mittelfristig 50 Euro würde mich jetzt nicht allzu sehr schrecken, beim Spritpreis habe ich über die Jahre eine vergleichbare Preissteigerung ohne wesentliche Verhaltensänderung mitgemacht. Mögen mir Marktforscher widersprechen, aber ich denke, die Vertriebsform macht für diese Nutzer einen wesentlichen Teil des Wertes aus. Der Mensch als Gewohnheitstier.</p>
<p>Irgendwo zwischen These #1 und These #2 liegt also der Weg, den Sie beschreiten können – oder müssen, je nach Perspektive und Aufbruchswillen –, wenn die Reichweitenvermarktung nicht mehr den Deckungsbeitrag leisten kann, den Sie früher zu zwei Dritteln erbracht hat und heute noch zur Hälfte bringt und wer weiss schon, was die nächsten Monate bringen? Zu denken geben sollte uns, dass die Werbeumsätze im Web auch in diesem Jahr steigen, während sie in anderen Medien&#8230; Sie wissen selber. Vielleicht steht These #1 für ein neues Produkt oder neue Produkte, die Sie aufbauen müssen, solange These #2 noch gilt. Reden wir darüber eigentlich nicht schon seit zehn Jahren?</p>
<p>Ich denke, es ist an der Zeit, uns von Dingen zu verabschieden, die wir nur deshalb tun, weil wir es seit kurz nach Gutenberg so machen und möchte Sie und Ihre Kollegen bitten, sich nicht allein auf These #2 zu verlassen. Zu viele Ihrer Kollegen scheren sich überhaupt nicht darum, was um sie herum passiert. Ich war Anfang September in eine Runde mit deutschen Chefredakteuren geladen zum Thema Social Media – etwas mehr als die Hälfte der Kollegen war nicht bei XING!</p>
<p>Auch wenn mir als vormaligem Zeitungsmann aus Leidenschaft das Anfahren einer Zeitungs-Rotation bei der bloßen Vorstellung Schauer der Erregung über den Buckel jagt. Auch wenn ich Ihnen erklären kann, wofür Sie eine Dreiviertelbahn brauchen und wozu eine Wendestange gut ist, wie es kommt, dass die Zeitung gefaltet aus der Maschine kommt, wo doch alles mal eine große Rolle war, wann Sie wickeln und einstecken und ich bekomme eine Gänsehaut, wenn ich an den Geruch der Maschinen, der Farben und an das nächtliche Gewusel im Versand und an der Rampe denke. Ich bekomme Tränen in den Augen, wenn ich diesen Absatz schreibe. Und doch bin ich so froh, dass sich mir auf dem Bildschirm meines MacBooks und meines iPhones die Welt ausbreitet und ich nicht darauf warten muss, bis mir morgen früh jemand die Zeitung in den Briefkasten steckt und ich die Welt durch einen für zigtausend Leser ausgemittelten Filter sehen muss, was nun mal das Wesen des &#8220;one-for-all&#8221;-Produkts Zeitung ist.</p>
<p>Deshalb auch glaube ich, dass das Wissen um Wendestangen und Falztrichter schneller als wir das heute wahrhaben wollen so überflüssig ist, wie die Tinte der Mönche. Ich teile das trotzige &#8220;die gedruckte Zeitung wird es noch lange geben&#8221; nicht, Print lebt, noch, aber die Vitalsignale werden schwächer. Anzeigen verkaufen sich, noch, aber die Kunden lernen langsam, Streuverluste zu vermeiden – extrapoliert ist dass das Ende des &#8220;one-for-all&#8221;-Produkts. Der Apfel fällt vom Baum, es wurde noch nie beobachtet, dass ein Apfel vom Boden in die Höhe steigt und an einem Baum andockt. Wir stehen vor dem sechsten Kondratieff, der Medienrevolution oder wie auch immer unser Synonym für diese Zeitenwende lauten mag, in der die Druckmaschinen ihre Bedeutung und dem viele Drucker sicher und einige Journalisten vielleicht um ihre Existenz fürchten müssen. Nur weil etwas teuer zu produzieren ist, muss es keinen Wert an sich besitzen. Für das Berufsbild des Kopiermönchs war die Druckmaschine eine Katastrophe – aber vergessen wir nicht: Genau diese Entwicklung war Grundlage für ein Produkt namens Zeitung.</p>
<p>So wie die Bibel bis heute gelesen wird, obwohl es kaum noch Kopiermönche gibt, werden wir in dreißig Jahren Information konsumieren, auch lokale Information. Nur ganz sicher zu einem ganz, ganz großen Teil nicht auf Papier. Ob die Zeitungsverlage von heute dann eine Rolle spielen, entscheiden sie in den nächsten Jahren selbst durch ihre Vorstellung von Wertschöpfung im Journalismus und den Schlüssen, die sie daraus ziehen.</p>
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		<title>Der iPhone-Kiosk für Nachrichten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 09:09:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>marian_semm</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die unterfränkische Software-Entwicklung Marktwert.IT stellt zur Stunde bei den NewsDays in Augsburg ihr iPhone-basiertes Kiosksystem für Zeitungsverlage vor. Marktwert hat den Prototyp für eine iPhone-App namens &#8220;NewsPush&#8221; entwickelt. Das System soll Zeitungsverlage in die Lage versetzen, mit Inhalten Umsätze zu generieren. Die NewsDays sind eine Art Hausmesse des Internet-Dienstleisters Newsfactory, einem Tochterunternehmen der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, [...]]]></description>
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<a href='http://www.marian-semm.de/2009/10/iphone-kiosk-fuer-nachrichten/screen2/' title='Screen2'><img width="150" height="150" src="http://www.marian-semm.de/wp-content/uploads/2009/10/Screen2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Detailansicht eines Artikels mit Bild." title="Screen2" /></a>
<a href='http://www.marian-semm.de/2009/10/iphone-kiosk-fuer-nachrichten/screen3/' title='Screen3'><img width="150" height="150" src="http://www.marian-semm.de/wp-content/uploads/2009/10/Screen3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Kurzbeschreibung des Artikels und die Kaufbuttons für den Einzelartikel oder das Monatsabo des Channels." title="Screen3" /></a>
<a href='http://www.marian-semm.de/2009/10/iphone-kiosk-fuer-nachrichten/screen4/' title='Screen4'><img width="150" height="150" src="http://www.marian-semm.de/wp-content/uploads/2009/10/Screen4-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Nachrichtenübersicht der individuell ausgewählten Hashtags." title="Screen4" /></a>
<a href='http://www.marian-semm.de/2009/10/iphone-kiosk-fuer-nachrichten/screen5/' title='Screen5'><img width="150" height="150" src="http://www.marian-semm.de/wp-content/uploads/2009/10/Screen5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Ergebnisdarstellung für den Hashtag #SPD." title="Screen5" /></a>

<p>Die unterfränkische Software-Entwicklung <a title="Homepage der Marktwert.IT" href="http://www.marktwert.it/">Marktwert.IT</a> stellt zur Stunde bei den NewsDays in Augsburg ihr iPhone-basiertes Kiosksystem für Zeitungsverlage vor. Marktwert hat den Prototyp für eine iPhone-App namens &#8220;NewsPush&#8221; entwickelt. Das System soll Zeitungsverlage in die Lage versetzen, mit Inhalten Umsätze zu generieren. Die NewsDays sind eine Art Hausmesse des Internet-Dienstleisters <a title="Homepage der Newsfactory GmbH" href="http://www.newsfactory.de">Newsfactory</a>, einem Tochterunternehmen der Presse-Druck- und Verlags-GmbH, Verlag der Augsburger Allgemeinen.</p>
<p>Die Idee: Zeitungsverlage schließen ihr Redaktionssystem an einen zentralen Server der Marktwert.IT an und liefern einen Strom von Nachrichten ab, die der Nutzer abrufen kann. Die App nutzt die Push-Technologie des iPhones – so kann ein Nutzer Stichwörter hinterlegen, nach denen alle künftig eingehenden Meldungen durchsucht werden.</p>
<p>Das System ist meineswissens das erste seiner Art, bei dem Verlage ohne große Investition in eine eigene App tatsächlich Umsätze generieren können. Die den von der Marktwert.IT vorgeschlagenen 79 Cent für einen Einzelartikel und 7,99 Euro für das Monatsabonnement eines sogenannten Channels sollen wie folgt aufgeteilt werden: 30% behält Apple als Betreiber des AppStores, 20% die Marktwert.IT und 50% bekommt der Verlag.</p>
<p>Erste Präsentationen des Konzept hätten einen Nerv getroffen, so Josef Rossmann, der bei der Marktwert.IT das Geschäft mit Newspush entwickelt, &#8220;unsere Gesprächspartner waren geradezu elektrisiert.&#8221; Wenn sich genügend Verlage zum Start zusammen finden, soll der Dienst noch 2009 an den Start gehen.</p>
<p>Die spannende Frage ist dann, wieviele Kunden tatsächlich bereit sind, Geld für Inhalte auf dem iPhone auszugeben. Und: Ich sehe zwei Knackpunkte, die entscheidend sein dürften, wie der Dienst von den Nutzern angenommen wird:</p>
<p>(1) Es müssen wirklich hochwertige Inhalte ihren Weg in das System finden. Ergo müssen Verlage für einen Service wie Newspush einen weiteren, hochwertigen Kanal öffnen. Und sie müssen eine Linie finden, nun nicht mehr nur zwischen Inhalten für Print und Online unterscheiden sondern zwischen Print-Inhalten sowie freien und bezahlten Online-Inhalten – das kann auch bedeuten, bestehende Online-Auftritte zu beschneiden, damit die Inhalte wirklich exklusiv für den Bezahlkanal zur Verfügung stehen. Reichweite und Vermarktung gegen Paid Content.</p>
<p>(2) Der Push-Service macht natürlich nur dann Sinn, wenn die Redaktion tatsächlich im Online-First-Modus arbeitet und Nachrichten möglichst bald nach dem Ereignis oder dem Bekanntwerden eines neuen Faktums veröffentlicht, ein Übertragen von Nachrichten im &#8220;Nachtexport&#8221; wird dem Medium sicher nicht gerecht. Neben den technischen Änderungen muss die Redaktion in die Lage versetzt werden, zu entscheiden: Was wird wann in welchem Kanal veröffentlicht.</p>
<p>Mehr zu Paid Content in diesem Blog (<a title="Marian Semm bloggt zu Paid Content" href="http://www.marian-semm.de/2009/10/paid-content-die-argumente-der-lager/">Paid-Content-Diskussion bei der Augsburger Allgemeinen</a>) sowie bei der <a title="Netzeitung.de zu Paid Content" href="http://www.netzeitung.de/medien/1437899.html">Netzeitung</a> und beim Branchendienst <a title="Meedia.de zu Paid Content" href="http://meedia.de/nc/details-topstory/browse/1/article/geld-fr-iphone-apps--die-plne-der-verlage_100022561.html?tx_ttnews%5BbackPid%5D=23&amp;cHash=793f9ccc76">meedia.de</a>. Die Medienjournalistin Ulrike Langer hat sich unter dem Titel &#8220;<a title="medial-digital: Auch ein Apple Tablet wird deutsche Zeitungen nicht retten" href="http://medialdigital.de/2009/10/01/auch-ein-apple-tablet-wird-deutsche-zeitungen-nicht-retten/">Auch ein Apple Tablet wird deutsche Zeitungen nicht retten</a>&#8221; bereits Anfag Oktober mit dem Thema auseinander gesetzt.</p>
<p>Nachtrag (28. Oktober 2009): Heute berichtet die <a title="W&amp;V über Newspush" href="http://www.wuv.de/nachrichten/medien/zeitungen_planen_gemeinsame_app_fuers_iphone">W&amp;V in ihrem Online-Medium</a> über Newspush.</p>
<p>Nachtrag (24. Februar 2010): Gestern hat <a title="W&amp;V - Newspush: Zeitungen mit dpa und AFP" href="http://www.wuv.de/nachrichten/digital/newspush_zeitungen_mit_dpa_und_afp">W&amp;V</a> erneut über Newspush berichtet. Zwölf Verlage sollen ihre Bereitschaft erklärt haben.</p>
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